
Die Hospitalisierungsinzidenz als wichtiger Gradmesser für die Einschätzung der Corona-Lage ist in Hessen leicht von 3,1 auf 2,99 gesunken. Das teilte das hessische Sozialministerium am Sonntag mit. Die Inzidenz gibt an, wie viele Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen neu in Kliniken aufgenommen wurden. Vor einer Woche betrug der Wert 2,67.
Gestiegen ist die Sieben-Tage-Inzidenz neuer Ansteckungen. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsbehörden 1008 Neuinfektionen sowie zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.
Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag bei 202,0, wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag hervorgeht (Stand 3.16 Uhr). Am Vortag hatte dieser Wert bei 196,7 gelegen. Seit Beginn der Pandemie wurden in Hessen 482.839 Corona-Fälle nachgewiesen, 8566 Menschen starben in Verbindung mit dem Erreger.
Eine Bewertung der aktuellen Daten ist weiterhin nur eingeschränkt möglich. Das RKI wies darauf hin, dass zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen sei. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage zeigen.
Der Landkreis Fulda gilt seit Sonntag als “Hotspot” mit strengeren Corona-Maßnahmen. Sobald die Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 350 liegt, greifen vor Ort zusätzliche Regelungen vom nächsten Tag an. Diese Regelungen gelten so lange, bis der Wert von 350 an fünf Tagen hintereinander unterschritten wird. Die Inzidenz für den Landkreis Fulda betrug demnach am Sonntag 427,8. Alle anderen Kommunen im Bundesland lagen weit darunter.
Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser lagen nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Sonntag 247 erwachsene Covid-19-Patienten. 126 von ihnen wurden beatmet (Stand 12.05 Uhr).