
Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist über die Marke von 400 gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Sonntag mit 406,9 an. Am Samstag lag der Wert noch bei 389,9, vor einer Woche bei 354,4. Damit liegt Hamburg weiter deutlich über dem Bundesschnitt: Deutschlandweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 222,7.
Das RKI wies jedoch darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen sei, so dass sich ein unvollständiges Bild ergeben könnte.
Die Hamburger Gesundheitsbehörde meldete am Sonntag 1035 bestätigte Neuinfektionen. Das sind 162 mehr als am Samstag (873) und 688 mehr als vor einer Woche (347). Insgesamt haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 143 360 Menschen infiziert; 121.200 davon gelten nach RKI-Schätzung als genesen.
Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, verharrte bei 1995. Laut Gesundheitsbehörde lagen Stand Donnerstag 235 Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt, davon 64 auf Intensivstationen. Dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin zufolge wurden am Samstag (Stand 12.15 Uhr) auf Hamburger Intensivstationen 69 Covid-19-Patienten behandelt, vier weniger als am Vortag. Von diesen Patienten werden 39 invasiv beatmet, ein Rückgang zu Samstag um zwei.
79,3 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger sind (Stand: Samstag 9.01 Uhr) dem RKI zufolge mindestens einmal geimpft; den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 77 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten in Hamburg bisher 33,1 Prozent der Menschen. Bei den Erst- und Zweitimpfungen liegt Hamburg im Ländervergleich weiter auf dem dritten Platz, bei den “Booster”-Impfungen zur Auffrischung jedoch auf dem vorvorletzten Platz.