Sohn mit nach Syrien genommen: Anklage gegen IS-Rückkehrerin

Die Bundesanwaltschaft hat am Oberlandesgericht Düsseldorf Anklage gegen eine IS-Rückkehrerin erhoben. Der Frau wird unter anderem vorgeworfen, ihren minderjährigen Sohn mit zu der Terrorvereinigung genommen zu haben, wie die Karlsruher Behörde am Freitag mitteilte. Die Deutsche war demnach im Sommer 2015 mit dem Kind gegen den Willen des Vaters nach Syrien gereist, um sich dem Islamischen Staat (IS) anzuschließen. Einige Zeit habe sie auch in der damals vom IS kontrollierten irakischen Stadt Mossul gelebt. Der Frau wird vorgeworfen, einen IS-Kämpfer geheiratet und ihren Sohn nach radikal-islamistischer Lehre erzogen zu haben. Außerdem soll sie zwei Sturmgewehre besessen und vom IS Geld bekommen haben.

Die Frau war später gefangen genommen worden und in zwei kurdischen Lagern gewesen. Am 7. Oktober 2021 war sie bei ihrer Wiedereinreise zusammen mit zwei anderen IS-Rückkehrerinnen am Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Seither sitzt sie in Untersuchungshaft.

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